Medaillen, Bestleistungen, Drama – Die Hallensaison der Leichtathleten

Fünf Medaillen und viele Bestleistungen bei den Landesmeisterschaften

Unsere einzige Goldmedaillengewinnerin konnte endlich wieder lächeln nach einem Wettkampf. Mehr als eineinhalb Jahre lang wollte es einfach nicht höher als 1,60m gehen. Bei ihren ersten Landesmeisterschaften in der Altersklasse Frauen flog Friederike endlich wieder auf 1,63m und es fehlten nur Kleinigkeiten zu 1,66m. Freuen konnte sich auch Job über Silber im 800m-Lauf der Männer. Nach großer Enttäuschung über 1500m wollte er zu den 800m erst gar nicht anreisen. Nach einer Nacht Bedenkzeit stand die Erkenntnis „Heute geht es nur um den Spaß“ und der hätte ihn im Zielspurt sogar beinahe zum Titel geführt. Für Jonas (2:31,32min in der M14) und Mitja (2:08,52min U18) brachten die 800m neue Bestleistungen, über 1500m hatte Mitja seine Hoffnungen schon 50m nach dem Start bei einem Sturz begraben müssen. Marius konnte mit 7,19s über 60m trotz knapp verpassten Finales zufrieden sein. PBs erzielten Valerie (Weit 4,92m) und Max (60m 7,75s – Weit 5,85m) sowie Florian mit einer Hallen-PB über 400m (52,64s). Eine Woche später segelte Max beim Internationalen Hallenmeeting noch etwas weiter zu 5,91m und Flo rannte die 800m (1:59,55min) zum ersten Mal seit fünf Jahren unterm Hallendach wieder unter 2 Minuten.

Aber zurück zur Landesmeisterschaft. Der Weitsprung war wirklich unsere Paradedisziplin in Chemnitz. Clara begeisterte alle mit einem Satz auf 5,37m, der ihr neben einer neuen PB die Bronzemedaille der U18 bescherte. Bei den Männern gab es Bronze für Erik. Im letzten Versuch schob er sich mit 6,59m auf Platz 2, doch der bisherige Zweitplatzierte zog in seinem letzten Versuch wieder vorbei. Zum Schluss des LM-Wochenendes wartete das große Staffeldrama. Clara, Frieda, Nele und Larissa zeigten über 4x200m der U18 ein beherztes Rennen, kamen aber beim Wechsel durch einen Sturz der Konkurrenz aus Frankenberg in Bedrängnis und übergaben den Stab erst außerhalb der Wechselzone. Das ergab eine Disqualifikation für beide Staffeln. Das Kampfgericht ließ sich durch privaten Videobeweis von der Unschuld unserer Mädels überzeugen, wegen der Wechselraumüberschreitung konnte jedoch die gelaufene Zeit nicht als regelkonform anerkannt werden. Damit hätte es auch keine Medaille gegeben. Alternativ könnten die vier nach 30 Minuten Pause alleine einen Wiederholungslauf absolvieren, für Clara der dritte 200er an diesem Nachmittag. Der Ehrgeiz überwog gegen die schwerer werdenden Beine. Unter dem Beifall der Zuschauer trat unsere Staffel erneut an und lief ohne Wechselprobleme zur Silbermedaille. Damit waren alle Sportlerinnen, Eltern und Trainer glücklich. Glückwunsch zum Vize-Titel und ein Sonderlob für den Einsatzwillen an Clara, Frieda, Nele und Larissa!

Traum und Trauma bei den Mitteldeutschen

Mitja machte sich bei den Mitteldeutschen Hallenmeisterschaften in Chemnitz am 1. Februar zu unserem Sportler der Hallensaison. Drei Wochen zuvor hatte er sich bei den Landesmeisterschaften über 3000m schon um über 40 Sekunden verbessert. Nun legte er nochmal einen drauf: Bronze in der U18 und die persönliche Bestleistung um weitere 18 Sekunden auf 9:19,81s gesteigert! Damit kann er plötzlich von einem Start bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Sommer träumen, zur Quali-Norm fehlen nur noch 9 Sekunden.
Eher traumatisch drohen Mitteldeutsche für Clara zu werden. Im Sommer verletzte sie sich beim Hürdensprint, in der Halle wollte der Anlauf nach guten Probesprüngen im Wettkampf einfach nicht passen. So blieb es bei einem Sicherheitssprung im 3. Versuch auf 4,23m und Platz 10.

Triple Rob bei den Masters Landesmeisterschaften

Unser Team für die LM Masters (vormals Senioren) bestand aus Robert, Robert und Robby. Rob steht offenbar für Qualität. Robby hatte sich in der M35 ein hartes Programm ausgesucht und wurde belohnt: Gold im Hundertstelkrimi über 60m (7,77s), Gold im Hochsprung mit 1,69m und Bronze über 800m (2:24,81min) – eine Strecke, die er seit Jugendzeiten nicht gelaufen war. Eine Altersklasse darunter erlief sich Robert bei seinem Meisterschaftsdebüt über 3000m den Sieg der M30 in guten 10:28,90min. Robert #2 trat wie gewohnt zum Sprintdoppel in der M55 an. Über 60m gewann er in 8,85s Silber, über 200m in 30,43s sogar den Titel. Mit keiner Medaille aufzuwiegen war aber sein Einsatz zwischen den Starts. Gemeinsam mit drei weiteren Sportskollegen rettete Robert durch beherztes Eingreifen das Leben eines Athleten aus der M85, der plötzlich zusammengebrochen war!

Viel Potential beim Nachwuchs

Unsere U14 und U16 ging mit lediglich drei Medaillen bei Ostsächsischen Meisterschaften und ohne Edelmetall bei Landesmeisterschaften aus der Hallensaison. Der Weg zur Spitze ist in diesen Altersklassen für unsere Athletinnen und Athleten noch recht weit, das sollte Ansporn zu weiterem fleißigen Training sein. Richtig gute Leistungen gab es dennoch. Gleich zum Saisonstart wurden Valentina, Elise und Anna in Senftenberg ostsächsische Vizemeisterinnen im Mehrkampf. Sie mussten sich den Siegerinnen aus Löbau um die Winzigkeit von einem Punkt geschlagen geben. Einen weiteren Vizetitel gewann Valentina Anfang Januar bei den OSM Einzel in Dresden über 800m. Silber war ohnehin die Farbe der Saison, denn auch unsere dritte Nachwuchsmedaille glänzte in edlem Grau: Gemeinsam mit seinen Staffelkollegen der Startgemeinschaft Dresden-West vom TSV Cossebaude und Sport-und- Jugend Dresden lief Enno im Februar in Dresden souverän zum Vizemeistertitel über 4x100m der U14.