Der Wanderkalender vermerkte eine frühlingshafte Wanderung im Monat April. Hoffend, dass das berüchtigte wechselhafte Wetter dieses launischen Monats unsere Wanderfreude nicht trüben kann, starteten wir am 18.04. unter der Devise „Wir wandern bei jedem Wetter“. Doch die Sorge des Wanderleiters war unbegründet. Bei herrlichem Kaiserwetter, also reichlich Sonne und guter Fernsicht, startet wir zur Erkundung der Dippoldiswalder Heide.


Der Weg war auch diesmal das Ziel der Wanderung auf einer moderaten Strecke von 13km. Auch wenn man meint, bereits alles gesehen zu haben, so gab es unterwegs vieles zu entdecken, was einige Wanderfreunde bisher noch nicht bewusst wahrgenommen hatten. So besuchten wir zu Beginn unserer Tour in der Heide das etwas abseits der Route gelegene Tatarengrab am Ortsausgang von Dippoldiswalde.


Ein kurzer historischer Betrachtung und schon wanderten wir bergan mit frühlingshaften Ausblicken auf Dippoldiswalde und die Erzgebirgslandschaft. Die weitere Wanderung führte uns am Steinernen Messer vorbei zur nördlich der Heide gelegenen Ruine der Barbara Kapelle. Bevor wir diese jedoch erreichten, gab es einen spontanen Abstecher zu einer verborgenen Bunkeranlage sowie zu erstaunlich gut erhaltenen Felsinschriften in kyrillischen Buchstaben, die aus der sowjetischen Besatzungszeit von 1972 bis 1990 stammten. Natürlich besuchten wir auch das geologische Highlight des geschlossenen Waldgebietes an der B170.


Am imposanten Gebilde des Einsiedlersteins, der auch unter Klettersportlern sehr beliebt ist, rasteten wir, bevor wir am König Johann Turm die Heide in Richtung Oberhäslich verließen, nicht ohne die Fernsicht von der Turmspitze zu genießen. Am Ende der erlebnisreichen Wanderung brachte uns der Linienbus pünktlich zurück nach Dresden. Am Tag danach, gibt es nun das typische Aprilwetter und die Gelegenheit, im warmen Stübchen diesen kleinen Bericht zu verfassen.


